Frauen #stark – Plakat-Tour in der Altstadt Wangen

6.3.2021 Wangen im Allgäu. Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März 2021 werden in verschiedenen Schaufenstern in Wangen bis 10. März 2021 Plakate aufgehängt, die auf die aktuelle Situation von Frauen aufmerksam machen.

Um möglichst viele Frauen durch die Aktion anzusprechen, sind die Plakate aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln entstanden.

An der Gestaltung der Plakate beigetragen haben: Petra Lutz (Verein Frauen und Kinder in Not), Anita Mutvar (Integrationsbeauftragte Stadt Wangen), Thaddiana Stübing (Diakonie Oberschwaben Allgäu Bodensee), Verena Biggel (Katholische Erwachsenenbildung Kreis Ravensburg), Liv Knoche und Anna Riedl sowie die Stadträtinnen Rosi Geyer-Fäßler, Petra Krebs, Hannah Rogosch und Doris Zodel.

Der erste Internationale Frauentag in Deutschland wurde vor 100 Jahren, im März 1911 gefeiert. Eine der zentralen Forderungen damals war, das Wahlrecht für Frauen. Heute nutzen weltweit Frauen diesen Tag, um an die Öffentlichkeit zu gehen und auf ihre Rechte und die Gleichstellung der Geschlechter aufmerksam zu machen.

Auch 2021 sind viele Frauen im Alltags- und Berufsleben noch weit davon entfernt, in allen Bereichen gleichgestellt zu sein. Aus diesem Grund haben sich engagierte Wangenerinnen gemeinsam mit Anita Mutvar zusammengeschlossen, um durch eine corona-konforme Plakataktion unter der Überschrift „Frauen #stark“ mit Bildern, Texten, Zahlen und Fakten auf die Situation der Frauen 2021 aufmerksam zu machen.

Obwohl Frauen und Männer nach dem Grundgesetz gleichberechtigt sind, werden viele Frauen auch heute noch zu einem großen Teil schlechter entlohnt, sind Frauen in vielen Bereichen in leitenden Positionen unterrepräsentiert und verringern zugunsten unbezahlter Sorgetätigkeit ihre Arbeitszeit, mit Folgen für ihre Alterssicherung. Dies wird gerade in der Corona Pandemie sehr deutlich. Frauen geraten dadurch verstärkt in Abhängigkeiten und sind auf ihre Partner oder den Staat angewiesen.

Die Gewaltbereitschaft gegenüber Frauen ist nach wie vor hoch. Laut Petra Lutz vom Verein „Frauen und Kinder in Not“ wird jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens geschlagen, bedroht oder misshandelt. Ebenfalls steigend ist sexualisierte Gewalt gegen Frauen, besonders im Internet, mit der sie sich immer mehr konfrontiert sehen.

Anita Mutvar, die Integrationsbeauftragte der Stadt Wangen, möchte den Frauen vor Ort mehr Mut machen: „Alle Frauen sind gefragt und willkommen – unabhängig von der Herkunft, des Alters, der sexuellen Orientierung oder einer Behinderung.“ Daher sind auch Frauen auf den Plakaten zu sehen, die für ihre Rechte eintreten und ein selbstbestimmtes Leben führen.

„Wir möchten nicht nur auf Missstände aufmerksam machen, sondern auch dazu einladen, sich aktiv und auch politisch zu beteiligen“, so Doris Zodel, Stadträtin in Wangen, denn auch im Wangener Gemeinderat haben Frauen nur einen Anteil von 27 Prozent.

Um Menschen mit einer Sehbehinderung mit einzubeziehen, wurden die Plakate, in Zusammenarbeit mit Selda Arslantekin, der Behindertenbeauftragten des Landkreises, barrierefrei gestaltet. Auf jedem Plakat ist ein QR-Code gedruckt, hinter dem ein Text hinterlegt ist, der mithilfe eines Smartphones, ein Vorlesen ermöglicht.

Die Organisatorinnen wünschen sich Rückmeldungen unter

Mailadresse: int-frauenbuendnis-wg@outlook.com
Instagram: frauenbuendnis_wangen
facebook: Internationales Frauenbündnis Wangen

(Quelle: Stadt Wangen im Allgäu Pressestelle)
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