Farfus holt auf dem Nürburgring 2013 vor Wittmann die Poleposition

Farfus holt auf dem Nürburgring 2013 vor Wittmann die Poleposition

18.8.2013 Nürburgring (DE). Zum zweiten Mal in der DTM-Saison 2013 hat BMW die erste Startreihe erobert. Im Qualifying für den siebten Lauf auf dem Nürburgring (DE) sicherte sich Augusto Farfus (BR) in seinem Castrol EDGE BMW M3 DTM mit einer Zeit von 1:23,296 Minuten die Poleposition.

Für den Fahrer vom BMW Team RBM war es die erste Pole des Jahres und die dritte in seiner DTM-Karriere. Marco Wittmann (DE) vom BMW Team MTEK fuhr zum zweiten Mal in seiner Rookie-Saison auf den zweiten Startplatz. Zuvor war ihm das am Steuer des Ice-Watch BMW M3 DTM schon in Spielberg (AT) gelungen. Für BMW Motorsport war es die zweite Poleposition in dieser Saison und die 37. in der DTM insgesamt.

BMW Team Schnitzer Pilot Bruno Spengler (DE) musste sich mit dem zehnten Startplatz zufriedengeben. In seinem BMW Bank M3 DTM verpasste der amtierende Champion die vierte Qualifying-Session. Am Sonntag startet Spengler unmittelbar vor dem Gesamtführenden Mike Rockenfeller (DE, Audi).

Timo Glock (DE, POSTBANK BMW M3 DTM) und Joey Hand (US, BMW M3 DTM) beendeten die zweite Session des Qualifyings auf den Plätzen 13 und 16. Dirk Werner (DE, SAMSUNG BMW M3 DTM), Martin Tomczyk (DE, BMW M Performance Zubehör M3 DTM) und Andy Priaulx (GB, Crowne Plaza Hotels BMW M3 DTM) starten von den Positionen 19, 20 und 22.

Das Rennen beginnt am Sonntag um 13.30 Uhr. 49 Runden erwarten die acht BMW DTM-Fahrer auf Nürburgring. Der Fernsehsender ARD überträgt ab 13.15 Uhr live.

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor):

„Herzlichen Glückwunsch an Augusto Farfus und Marco Wittmann zu diesem großartigen Qualifying und den Plätzen eins und zwei. Zum zweiten Mal in dieser Saison stehen damit zwei BMW M3 DTM nebeneinander in der ersten Reihe. Über dieses Ergebnis sind wir sehr glücklich, gerade hier am Nürburgring. In Bruno Spengler startet ein weiterer BMW Fahrer aus den Top-Ten. Im freien Training hatte er wegen eines technischen Problems eine halbe Stunde verloren. Die hat ihm am Ende gefehlt. Insgesamt war es wieder einmal ein unglaublich enges Qualifying. Einige unserer Fahrzeuge sind bereits zu einem frühen Zeitpunkt ausgeschieden. Das werden wir uns im Detail ansehen. Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden mit dem heutigen Tag. Wir freuen uns auf ein spannendes Rennen morgen.“

Bart Mampaey (Teamchef BMW Team RBM):

„Das ist ein großartiges Ergebnis für BMW und unser Team. Die Ingenieure, die Mechaniker und allen voran Augusto Farfus am Steuer haben einen sensationellen Job gemacht. Nach Augustos starker Runde im Q3 haben wir angefangen, an ein solches Top-Ergebnis zu glauben. Im entscheidenden Abschnitt lagen wir dann mit den Reifendrücken goldrichtig – und Augusto hat das Maximum herausgeholt. Er war mit seinem Auto nicht zu 100 Prozent zufrieden. Aber trotzdem ist es Augusto im Qualifying gelungen, über sich hinauszuwachsen. Das ist schon sehr speziell. Joey Hand wurde als 16. heute unter Wert geschlagen, denn auch er war eigentlich gut unterwegs. In der DTM geht es jedoch einfach unheimlich eng zu. Umso glücklicher sind wir über die Poleposition.“

Augusto Farfus (Startnummer 7, BMW Team RBM, Platz 1):

„Das ist ein absolutes Traumergebnis. Ich bin schon ein bisschen überrascht, dass ich auf der Poleposition stehe. Denn das freie Training am Morgen war hart. Das Auto lag zunächst nicht ganz so gut. Deshalb haben wir im Hinblick auf das Qualifying einige Veränderungen vorgenommen. Zum Glück waren wir damit erfolgreich. Das ist das Spannende an der DTM: Egal, wie hart man als Team arbeitet, weiß man nie genau, wo man im Qualifying letztlich landet. Jetzt habe ich für morgen sehr gute Chancen. Aber ich bin sicher, dass das Rennen noch einige Überraschungen bereithalten wird.“

Marco Wittmann (Startnummer 21, BMW Team MTEK, Platz 2):

„Natürlich bin ich überglücklich über Platz zwei. Dass ich es nach drei Rennen, die nicht optimal gelaufen sind, wieder in die erste Startreihe geschafft habe, ist fantastisch. Meine Pace war im gesamten Qualifying sehr gut. Am Ende hat nicht viel auf Augusto Farfus gefehlt. Dass BMW am Nürburgring von den Plätzen eins und zwei ins Rennen geht, ist ein großartiges Teamergebnis. Nun gilt es, die gute Ausgangsposition im Rennen zu nutzen.“

Bruno Spengler (Startnummer 1, BMW Team Schnitzer, Platz 10):

„Wir waren heute einfach nicht schnell genug. Im Training hatten wir mit technischen Problemen zu kämpfen. Die verlorene Zeit hat uns bei der Abstimmungsarbeit gefehlt. So war leider nicht mehr als der zehnte Startplatz drin. Aber ich bin trotzdem sicher, dass ich im Rennen mit voller Attacke noch nach vorn kommen kann.“

Timo Glock (Startnummer 22, BMW Team MTEK, Platz 13):

„Im freien Training hatten wir einige Probleme mit der Balance unseres Autos. Für das Qualifying haben wir das Set-up dann zwar deutlich verbessert, aber die kurze Zeit hat leider nicht ganz gereicht, um das Auto perfekt hinzubekommen. Deshalb haben die entscheidenden Zehntel gefehlt.“

Joey Hand (Startnummer 8, BMW Team RMG, Platz 16):

„Im Q1 hatte ich noch das Gefühl, im Vergleich zum Training einen Schritt nach vorne gemacht zu haben. Doch im Q2 ist unser Auto bei steigender Streckentemperatur immer unruhiger geworden. Das macht es sehr schwierig, eine gute Runde hinzubekommen. Genauso wie wir in Moskau nach vorn gekommen sind, sollten wir auch hier im Trockenen ein gutes Rennen haben können. Wenn es regnet, kann ohnehin alles passieren.“

Dirk Werner (Startnummer 2, BMW Team Schnitzer, Platz 19):

„Das ist eine riesige Enttäuschung. Im Q1 auszuscheiden, will man natürlich mit aller Macht verhindern. Ich gehe immer hoch motiviert in die Rennwochenenden. Aber dann so früh raus zu sein, ist ernüchternd.“

Martin Tomczyk (Startnummer 15, BMW Team RMG, Platz 20):

„Mein Team und ich als Fahrer versuchen jedes Wochenende, das Beste aus dem Auto herauszuholen. Zurzeit gelingt uns das leider nicht. Es ist schwierig zu sagen, woran es genau liegt. Dass wir ausgerechnet beim Heimspiel unseres Teams so früh die Segel streichen mussten, ist natürlich enttäuschend. Aber der Blick geht nach vorn. Vielleicht ist morgen im Rennen endlich das Glück auf unserer Seite. Es ist schwierig, sich immer wieder neu zu motivieren, aber wir versuchen unser Bestes.“

Andy Priaulx (Startnummer 16, BMW Team RMG, Platz 22):

„Das ist ein vollkommen enttäuschendes Ergebnis. Wir haben zwischen dem freien Training und dem Qualifying extrem hart gearbeitet. Aber es gelingt uns einfach nicht, die nötige Performance aus dem Auto zu bekommen. Natürlich werde ich am Sonntag wieder 100 Prozent geben. Für morgen ist Regen vorhergesagt. Deshalb weiß man nicht, was passieren wird.“

Daten und Ergebnisse Nürburgring:

Strecke / Datum Nürburgring, 18. August 2013
Runde / Distanz 49 Runden, 3,629 km
Poleposition 2013 Augusto Farfus (BR), 1:23,296 Minuten
Sieger 2012 Bruno Spengler (CA)
Schnellste Runde 2012 Bruno Spengler (CA), 1:25,185 Minuten

 

Fahrer SPE WER FAR HAN TOM PRI WIT GLO
Nation CA DE BR US DE GB DE DE
Nummer 1 2 7 8 15 16 21 22
Team BMW Team Schnitzer BMW Team Schnitzer BMW Team RBM BMW Team RBM BMW Team RMG BMW Team RMG BMW Team MTEK BMW Team MTEK
Freies Training 9. 19. 10. 21. 12. 18. 3. 20.
Qualifying 10. 19. 1. 16. 20. 21. 2. 13.
Rennen
Punkte 2013 67 26 48 26 0 2 33 15
Aktuelle Platzierung 2. 9. 5. 10. 18. 8. 13.

 

DTM-Wertungen nach 6 von 10 Rennen.

Fahrerwertung.

1. Mike Rockenfeller (94 Punkte), 2. Bruno Spengler (67), 3. Gary Paffett (57), 4. Christian Vietoris (56), 5. Augusto Farfus (48), 6. Robert Wickens (45), 7. Mattias Ekström (38), 8. Marco Wittmann (33), 9. Dirk Werner (26), 10. Joey Hand (26), 11. Daniel Juncadella (20), 12. Jamie Green (18), 13. Timo Glock (15), 14. Adrien Tambay (12), 15. Timo Scheider (12), 16. Roberto Merhi (8), 17. Edoardo Mortara (2), 18. Andy Priaulx (2), 19. Pascal Wehrlein (2).

Teamwertung.
1. STIHL / AMG Mercedes (101 Punkte), 2. Audi Sport Team Phoenix (94), 3. BMW Team Schnitzer (93), 4. BMW Team RBM (74), 5. EURONICS / THOMAS SABO Mercedes AMG (65), 6. Audi Sport Team Abt Sportsline (56), 7. BMW Team MTEK (48), 8. Audi Sport Team Abt Sportsline (56), 9. stern / AMG Mercedes (22), 10. Audi Sport Team Rosberg (2), 11. BMW Team RMG (2).

Herstellerwertung.
1. BMW (217 Punkte), 2. Mercedes-Benz (188), 3. Audi (176).

Rennkalender 2013:
5. Mai – Hockenheim (DE), 19. Mai – Brands Hatch (GB), 2. Juni – Spielberg (AT), 16. Juni – Lausitzring (DE), 14. Juli – Norisring (DE), 4. August – Moskau (RU), 18. August – Nürburgring (DE), 15. September – Oschersleben (DE), 29. September – Zandvoort (NL), 20. Oktober – Hockenheim (DE).

Über die DTM.
Das Deutsche Tourenwagen Masters – kurz DTM – ist die populärste Tourenwagenrennserie der Welt. In der vergangenen Saison verfolgten vor Ort über 650.000 Zuschauer die zehn Wertungsläufe auf bekannten Rennstrecken in Deutschland und Europa. Die drei Premium-Automobilhersteller BMW, Audi und Mercedes-Benz treffen im Rahmen der Serie im sportlichen Wettbewerb aufeinander. Von 1984 bis 1992 war BMW das erste Mal werksseitig in der DTM vertreten, feierte insgesamt 49 Siege und gewann drei Mal den Fahrertitel (1984, 1987 und 1989). 2012 kehrte die Marke mit dem BMW M3 DTM, drei Teams und sechs Fahrern in die DTM zurück, gewann fünf Rennen und belegte auf Anhieb Platz eins in der Fahrer-, Team- und Herstellerwertung.

2013 umfasst der DTM-Kalender erneut zehn Rennen. Unter anderem stehen vier Auslandsbesuche in Brands Hatch (GB), Spielberg (AT), Moskau (RU) und Zandvoort (NL) auf dem Programm. Die Saison endet am 20. Oktober traditionell in Hockenheim (DE). Für diese Saison hat BMW sein Engagement ausgeweitet und ist mit vier Teams und acht Fahrern am Start. Einsatzfahrzeug ist wieder der BMW M3 DTM. Der TV-Sender ARD überträgt alle Qualifyings (jeweils ab 14.40 Uhr) und Rennen (jeweils ab 13.15 Uhr) live. Tickets für alle DTM-Rennen gibt es hier: http://www.bmw-motorsport.com/de/fan-area/dtm-tickets.html

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