Die Sache mit dem richtigen „Trinkgeld“

Berlin (ots) – Langsam aber sicher kommen sie näher: die Sommerferien in Deutschland. Auch in diesem Jahr machen sich hunderttausend urlaubsreife Deutsche auf den Weg ins Ausland. Mit Reiseführer, Stadtplan und den wichtigsten Phrasen in der Landessprache des Ziellandes im Gepäck fühlt sich der Deutsche bestens vorbereitet. Selbst einheimische Gepflogenheiten meint er galant und souverän meistern zu können. Eine Frage bleibt aber offen und zwar: Wann gibt man wo wie viel Trinkgeld? Als weltweiter Hotelexperte kennt Hotels.com die Trinkgeldpraxis in den Lieblingsreisezielen der Deutschen und hat wertvolle Tipps für den Sommerurlaub parat.

– In italienischen Restaurants wird für das Gedeck und das zur
Vorspeise gereichte Brot ein „Coperto“ erhoben. Diese Grundgebühr
entbindet den Italienurlauber davon, dem „Cameriere“ ein Trinkgeld
zahlen zu müssen. Es steht jedem zufriedenen Gast aber frei, dies
dennoch zu tun, dann wird es einfach auf dem Tisch liegen gelassen.

– Gleiches gilt für des Deutschen liebstes Sommerreiseziel Spanien
ebenso wie für Portugal. Unter der südeuropäischen Sonne gibt es
keine verbindliche Trinkgeldtradition, über einen Obolus auf dem
Rechnungsteller freut sich das Personal aber trotzdem. Aber Vorsicht:
Versuchen Sie nicht, sich ihres Kleingelds zu entledigen. Ein zu
geringer Betrag gilt als sehr unhöflich, dann lieber gar nichts.

– Ungewolltes Kränkungspotential gilt es auch in Frankreich zu
vermeiden. Dem stolzen „Garçon“ das Trinkgeld direkt in die Hand zu
drücken ist ein absoluter Faux Pas. Die Franzosen lassen „Le
pourboire“ einfach dezent auf dem Tisch liegen und bringen den
Kellner so nicht in Verlegenheit. Es sei denn, die Etikette verbietet
das Geben von Trinkgeld an die Servicekräfte, was durch den Hinweis
„Pourboire interdit“ gekennzeichnet wird.

– In manch beliebtem Urlaubsland sagt ein Lächeln mehr als tausend
Lira, so zum Beispiel in der Türkei. Hier wird dem Kellner oder
Kofferträger höchstens dreimal Trinkgeld angeboten. Wenn dieser es
grundsätzlich ablehnt, ist es einfach nicht üblich. Wer sich dennoch
erkenntlich zeigen möchte, bietet dem Helfer eine Zigarette oder
ähnliches an, kleine Aufmerksamkeiten erfreuen sich größerer
Beliebtheit als Bargeld.

– Ganz anders sieht es in Ägypten aus. „Bakschisch“ ist hier eines
der gebräuchlichsten Wörter in der Kommunikation zwischen
Einheimischen und Touristen. Trinkgeld wird am Nil einfach immer und
überall erwartet, das reicht vom Gepäckträger bis zum hilfsbereiten
Passanten, der einem den Weg zum Zielort weist.

– Urlaub in Skandinavien ist reisekassenfreundlich. In Schweden
ist das Trinkgeld sowohl in Hotels und Restaurants als auch im Taxi
inklusive. Auch Dänemark schont den Geldbeutel, denn hier ist
Trinkgeld nicht üblich.

– Eher hochpreisig dagegen ist das Trinkgeld in den USA, 15
Prozent sind die Regel, gern auch mal 20. Gebräuchlich ist auch das
so genannte „Tipping in advance“, das „Trinkgeld im Voraus“, mit dem
sich der Gast ganz unkompliziert den besten Platz im Restaurant
sichert.

– Reisende, die das schwache Pfund nach Großbritannien lockt,
richten sich in Restaurants für die Höhe des Trinkgelds nach der
Zehn-Prozent-Regel. Wer sich nach einem feucht fröhlichen Abend beim
Barkeeper im Pub durch einen Bonus erkenntlich zeigen möchte,
spendiert ihm zum Dank ein Drink, denn Pubs sind trinkgeldfreie Zone.

– Wer seinen Sparstrumpf auch im Urlaub nicht abstreifen möchte,
sollte nach Costa Rica, Malaysia, Südkorea, Japan, China, in die
Vereinigten Arabischen Emirate, auf die Fidji-Inseln oder in den Oman
reisen. Hier kann man zumindest am Trinkgeld sparen, denn diese
Tradition ist gänzlich unbekannt.

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