Daimler verabschiedet Grundsatzerklärung für Soziale Verantwortung und Menschenrechte

2.9.2021 Stuttgart. Der Vorstand, Gesamtbetriebsrat und die Weltarbeitnehmervertretung der Daimler AG sowie der internationale Gewerkschaftsverband IndustriALL Global Union haben eine Grundsatzerklärung für Soziale Verantwortung und Menschenrechte verabschiedet.

Die Erklärung ist die verbindliche Grundlage für die Umsetzung der menschenrechtlichen Standards bei Daimler und fasst das Engagement des Unternehmens für Menschenrechte zusammen. Mit ihr ergänzt und konkretisiert das Unternehmen die Anforderungen zur Einhaltung der Menschenrechte aus der Daimler Verhaltensrichtlinie und aktualisiert die seit 2002 bestehenden Grundsätze zur Sozialen Verantwortung.

Gleichzeitig erfüllt das Unternehmen damit eine Anforderung des deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes und der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte. Dabei berücksichtigt die Grundsatzerklärung auch neue Entwicklungen wie den Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Die Erklärung ist auf der Unternehmenswebsite daimler.com veröffentlicht.

Renata Jungo Brüngger, Mitglied des Vorstands der Daimler AG und Mercedes-Benz AG, verantwortlich für Integrität und Recht:

„Die Achtung der Menschenrechte ist uns bei Daimler seit vielen Jahren ein zentrales Anliegen und die Voraussetzung für unseren langfristigen Erfolg. Unser Ziel ist klar: Wir wollen nur Produkte, die ohne Menschenrechtsverletzungen produziert wurden. Deshalb haben wir das Thema in unserer nachhaltigen Geschäftsstrategie verankert. Mit der Grundsatzerklärung stärken wir menschenrechtliche Kernthemen wie Arbeitnehmerrechte und das Verbot von Zwangs- und Kinderarbeit. Gleichzeitig setzen wir neue Impulse, etwa im Bereich Menschenrechte und Umwelt sowie im Umgang mit Künstlicher Intelligenz.“

Michael Brecht, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats und der Weltarbeitnehmervertretung der Daimler AG: „Unsere Arbeit wird von Menschen erbracht. Deshalb ist die nun verabschiedete Grundsatzerklärung für Soziale Verantwortung und Menschenrechte ein zentrales Fundament für unser tägliches Handeln. Damit entwickeln wir die Grundsätze zur Sozialen Verantwortung, die vor fast 20 Jahren auf Initiative des Gesamtbetriebsrats verfasst und 2012 aktualisiert wurden, konsequent weiter. Mit dieser Grundsatzerklärung setzen wir wichtige Akzente für die Industrie. Die Erklärung ist das Ergebnis intensiver Zusammenarbeit des Unternehmens mit dem Gesamtbetriebsrat, der Weltarbeitnehmervertretung, dem internationalen Gewerkschaftsverband IndustriALL sowie internen und externen Experten.“

Erklärung mit Daimlers Prinzipien und Maßnahmen

Die Grundsatzerklärung richtet sich an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Daimler AG sowie der kontrollierten Daimler-Konzerngesellschaften weltweit. Seit vielen Jahren ist die Achtung und Wahrung der Menschenrechte für Daimler ein grundlegender Bestandteil verantwortungsvoller Unternehmensführung. Entsprechend ist sie in der für alle Beschäftigten geltenden Verhaltensrichtlinie des Unternehmens verankert. Auch von seinen Lieferanten fordert Daimler die Wahrung und Achtung der Menschenrechte ein.

In der Grundsatzerklärung fasst Daimler die Anforderungen aus bestehenden Richtlinien und Standards zusammen und ergänzt sie um weitere wichtige Prinzipien. Zu den für Daimler relevantesten menschenrechtlichen Normen im unternehmerischen Kontext gehören insbesondere: das Verbot von Zwangs- und Kinderarbeit, die Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen, Fairness bei Löhnen und Arbeitszeiten, Diskriminierungsverbot und Chancengleichheit sowie Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz. Über diese Kernthemen hinaus nimmt das Unternehmen in seiner Grundsatzerklärung neue Themen wie Menschenrechte und Umwelt, den Umgang mit Künstlicher Intelligenz, den Schutz lokaler Gemeinschaften und indigener Völker sowie den Schutz von Menschenrechtsverteidigern auf.

Darüber hinaus zeigt die Erklärung Maßnahmen zur Umsetzung dieser Prinzipien auf. Die Basis dafür ist der Due-Diligence-Ansatz von Daimler, das Human Rights Respect System (HRRS). Damit prüft das Unternehmen bereits seit einigen Jahren risikobasiert und systematisch, ob in den eigenen Konzerngesellschaften und Lieferketten Menschenrechte eingehalten werden.

Als verantwortungsvolles Unternehmen bekennt sich Daimler unter anderem zur Umsetzung der internationalen Menschenrechtscharta, der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte sowie der Erklärung der Internationalen Arbeitsorganisation (International Labor Organisation) über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit. Auf Basis dieser Standards hat das Unternehmen über die letzten Jahre eine Vielzahl von Maßnahmen eingeführt und entwickelt sein Programm kontinuierlich weiter. Wichtiger Baustein dabei ist auch die Einbindung externer Stakeholder.

Menschenrechte bei Daimler

Als international tätiges Unternehmen übernimmt Daimler Verantwortung für die Achtung und Wahrung der Menschenrechte entlang der Wertschöpfungskette. Mit dem Human Rights Respect System (HRRS) wurde ein risikobasierter und strategischer Ansatz entwickelt, mit dem das Unternehmen das Thema Menschenrechte systematisch angeht. So prüft das Unternehmen, ob in den eigenen Konzerngesellschaften und in den Lieferketten Menschenrechte eingehalten werden. Ziel ist es, Risiken und mögliche negative Auswirkungen des unternehmerischen Handelns auf die Achtung der Menschenrechte frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Für eine verantwortungsvolle Rohstoffbeschaffung arbeitet Daimler zusätzlich in verschiedenen Projekten und Initiativen mit Verbänden, Organisationen und anderen Unternehmen zusammen.

Weitere Informationen zum Thema Menschenrechte bei Daimler finden Sie unter: www.daimler.com/nachhaltigkeit/menschenrechte/

Daimler Logo (Foto: Daimler AG)

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